Veranstaltungen und Kampagnen

Schalom Israel macht gerne aufmerksam auf

1948. Die Ausstellung, die die Landeshauptstadt Saarbrücken in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft 

vom 28.10. bis 21.11.2019, Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr

im Hauberrisser Saal im Rathaus St. Johann

zeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1948. Die Ausstellung unter Schirmherrschaft von Dr. Felix Klein – Beauftragter
der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen
Antisemitismus und Jeremy Issacharoff – Botschafter des Staates Israel in
Deutschland befasst sich mit der Aufarbeitung der Vorgeschichte bis hin zur Ausrufung der Unabhängigkeit des Staates Israel am 14. Mai 1948.

Träger der Ausstellung ist der Verein für Demokratie und Information - DEIN e.V.

https://www.dein-ev.net/warum-die-ausstellung-1948

 

Bei Interesse an Führungen für Einzelpersonen oder Gruppen - z.B. Schulklassen - wenden Sie sich bitte an 

Prof. Herbert Jochum, Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes e V. (CJAS):  

herbert.jochum@gmx.de

 

Eröffnet wird die Ausstellung

am Montag, 28. Oktober 2019, 19.00 Uhr

im Festsaal des Rathauses Saarbrücken St. Johann

 

Nach Grußworten von Kulturdezernent Thomas Brück, dem Vorsitzenden der Synagogengemeinde Saar Richard Bermann und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Saar der DIG Eric Barth wird der Historiker Dr. Oren Osterer in die Ausstellung einführen.

 

Bei einem anschließenden Umtrunk bleibt Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

 

Am Begleitprogramm zur Ausstellung ist Schalom Israel federführend beteiligt.

 

Dieses beinhaltet:

 

Vorträge:

 

Dr. Oren Osterer: Warum die Ausstellung 1948?

am Montag, 28. Oktober 2019, 19 Uhr

im Saarbrücker Rathaus St. Johann, Festsaal  

Wie kein anderer Staat sieht Israel sich mit einem Informationskrieg konfrontiert und mit Vorwürfen, die in den allermeisten Fällen nicht der Wahrheit entsprechen, sondern plumpe Propaganda sind.

Aber Propaganda muss nichts beweisen. Propaganda will stören und zerstören, es geht ihr um die Verbreitung von historischen Verzerrungen im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels.

Kann man so hinnehmen wie vieles andere auch. Muss man aber nicht.

2018 feierte Israel seinen 70. Unabhängigkeitstag. Anlass genug, die geschichtliche Wahrheit zurückzuholen. Mit einer fundierten, bundesweit geplanten Ausstellung unter dem Titel 1948.

Die Ausstellung zeigt:

  • wie vor 100 Jahren aus Sumpf und Wüste fruchtbares Land wurde

  • welche fanatischen Gegner zu Hass und Zerstörung aufriefen

  • warum der Zionismus entstand

  • wie der junge Staat Israel sich gegen den Angriff der arabischen Staaten wehrte

  • wie die Zeit der Staatsgründung bis heute nachwirkt

  • und noch mehr.


Der am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München promovierte Historiker Oren Osterer ist der federführende Organisator von 1948. Die Ausstellung

 

 

 

Alex Feuerherdt:

Vereinte Nationen gegen Israel – wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

 

am Mittwoch, 30. Oktober 2019, 20 Uhr

im Saarbrücker Rathaus St. Johann, Festsaal 

Kein anderes Land steht bei den Vereinten Nationen so oft am Pranger wie Israel. Der UN-Menschenrechtsrat etwa hat den jüdischen Staat in seinen Resolutionen häufiger verurteilt als alle anderen Länder dieser Welt zusammen. Auch die Generalversammlung der UNO beschäftigt sich in ihren Diskussionen weitaus öfter mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten als etwa mit Syrien oder dem Iran. Die für Bildung, Wissenschaft und Kultur zuständige UNESCO verabschiedet am laufenden Band Resolutionen, in denen die historischen Bezüge des Judentums zum Land negiert werden. Und das sind nur einige Beispiele von vielen. Grund genug, der Frage nachzugehen: Wie halten es die Vereinten Nationen mit Israel? Und wäre ein Teilungsbeschluss, wie ihn die UNO 1947 verabschiedete, heute überhaupt noch denkbar?

Alex Feuerherdt ist Publizist und Verlagslektor. Er schreibt für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel die Jungle World und das Internet-Magazin Audiatur Online. Artikel von ihm erscheinen auch beim Weblog Achse des Guten. Seine thematischen Schwerpunkte sind Fußball, der Nahostkonflikt und Antisemitismus/Antizionismus. Er ist zudem Betreiber und Autor des Blogs „Lizas Welt“.

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Saar

 

 

 

Eldad Beck: 1948 – Enttabuisierung einer mythologischen Lüge

 

am Montag 18.11.2019, 19 Uhr

im Gemeindesaal der Synagoge Saarbrücken

Verbreitete Bilder von Israel sind nicht selten von Irrtümern, Gerüchten, Halbwahrheiten und gezielter Desinformation zuungunsten des jüdischen Staates geprägt. Diese beziehen sich häufig auf Vorgeschichte und die Zeit der israelischen Staatsgründung 1948. In der bewegten Zeit des dieser unmittelbar folgenden ersten israelisch-arabischen Krieges, der durch Israels Nachbarstaaten ausgelöst wurde, kam es zu heftigen Kämpfen und auch Kriegsverbrechen, unter denen sowohl jüdische als auch arabische Soldaten und Zivilisten litten. Palästinenser gedenken noch heute der Vertreibung und Flucht von mehreren Hunderttausend arabischen Bewohnern Palästinas, die sog. "Nakba" (Katastrophe) ist ein Kern der palästinensischen Identität. Häufig dient der Bezug auf die "Nakba" jedoch der grundsätzlichen Delegitimierung und Dämonisierung Israels, die historischen Abläufe werden verfälscht und für politisch inakzeptable Ziele instrumentalisiert.

Eldad Beck, der 1965 in Haifa geboren wurde und an der Sorbonne in Paris Arabistik und Islamwissenschaften studiert hat, war von 2002 bis 2016 Deutschland- und Europakorrespondent der israelischen Tageszeitung Yedioth Ahronot, ab 2016 Europakorrespondent der Tageszeitung Israel Hayom. Er hat bis jetzt drei Bücher veröffentlicht: „Jenseits der Grenze: Reisen in verbotenen Ländern“, „Germany, at odds“ sowie die erste hebräischsprachige Biografie über Angela Merkel: „Die Kanzlerin – Merkel, Israel und die Juden“. Beck hat sich während seiner Reisen in muslimischen Ländern wie Iran, Syrien, Libanon, Afghanistan, Pakistan und Irak ein umfangreiches Wissen über die gesamte Region erworben, das auch für die Beurteilung der komplexen Lage im Mittleren und Nahen Osten von unschätzbarem Wert ist. Auch das trägt zu der Souveränität und Weitsicht bei, mit der er gerade auch das deutsch-israelische Verhältnis beleuchtet.

 

In Kooperation mit der Union Stiftung - mit Unterstützung der Synagogengemeinde Saar

 

 

„The Silent Exodus“ von Pierre Rehov

Filmvorführung am Sonntag, 17.11.2019, 19 Uhr

im Kino 8 ½

 

Am 23. Juni 2014 verabschiedete das israelische Parlament ein Gesetz, das den 30. November als jährlichen landesweiten „Gedenktag der Vertreibung von 850.000 Juden aus den arabischen Ländern und Iran im 20. Jahrhundert“ festlegt.

Juden lebten schon seit Jahrtausenden in den arabischen Ländern, viele der Gemeinden reichten in die vorislamische Zeit zurück. Mit dem Aufstieg des arabischen Nationalismus und dem Konflikt um das historische Palästina begannen die neuen arabischen Regime eine Kampagne gegen die jüdischen Bürger ihrer Länder, wobei deren Menschenrechte massiv verletzt wurden. Die einheimischen Juden wurden enteignet, es wurde ihnen die Staatsbürgerschaft entzogen, sie wurden vertrieben, eingesperrt, gefoltert und viele auch ermordet.

Die Berichte der Juden aus den arabischen Ländern unterscheiden sich je nach Land und nach Familienschicksal im Detail, doch im Kern gleichen sie sich.

Die jüdische Gemeinde im Irak bestand mehr als 2.500 Jahre und war nicht nur als Wiege des Babylonischen Talmuds lange ein kulturelles Zentrum des Judentums. Diese alte Gemeinde wurde im Zuge der Staatsgründung Israels von der irakischen Regierung angegriffen, vertrieben und schließlich, nachdem es zu physischen Angriffen gekommen war, ihres Vermögens und ihres Besitzes enteignet.

 

Pierre Rehov wurde als Sohn einer jüdischen Familie in Algier geboren. Nach dem Ende der französischen Kolonialherrschaft wurde seine Familie 1961 Teil der aus Algerien geflohenen „pied noirs“.

Rehov produzierte und drehte bisher 14 Dokumentarfilme über den Nahostkonflikt und schreibt regelmäßig für Le Figaro und andere französische Zeitungen.

Er hat sechs Romane geschrieben und bei großen französischen Verlagen veröffentlicht.

2008 zog Rehov in die Vereinigten Staaten, weil er in Frankreich und im übrigen Europa ein wachsendes Klima des Antisemitismus empfand. Drei Jahre später, im November 2011, zog er nach Tel Aviv, wo er heute lebt.

 

In Kooperation mit der Synagogengemeinde Saar und Kino 8 ½ im Rahmen von

Jüdische Film- & Kulturtage Saarbrücken 2019   

https://www.jfsbr.com

Dr. Stephan Grigat: Der Exodus der Juden aus der arabischen Welt und dem Iran – Diskriminierung, Flucht und Vertreibung

am Donnerstag, 21.11.2019, 20 Uhr

im Saarbrücker Rathaus St. Johann, Festsaal

Würde es mit rechten Dingen zugehen, wäre bei jeder Diskussion über den Konflikt Israels mit seinen arabischen Nachbarn stets auch von der Flucht und Vertreibung nahezu aller Juden aus der arabischen Welt und aus dem Iran die Rede, die außerhalb Israels kaum im Bewusstsein sind. Die gerade auf Deutsch erschienene Studie des französischen Historikers Georges Bensoussan über „Die Juden der arabischen Welt“ ruft die Flucht von etwa 900.000 Juden aus den arabischen Ländern in Erinnerung und zeigt, dass die Radikalisierung der arabisch-islamischen Judenfeindschaft vor der israelischen Staatsgründung einsetzte und in vielen Aspekten eine Reaktion auf die partielle Autoemanzipation der Juden in den arabischen Gesellschaften war.

Der Vortrag wird die Situation der Juden in den arabischen Gesellschaften und dem Iran skizzieren, die Bedeutung der arabisch-jüdischen Flüchtlinge für Israel thematisieren und der Frage nachgehen, warum das Schicksal der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern und dem Iran bisher kaum thematisiert wurde.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Uni Wien, Dozent für Politikwissenschaft an der Uni Passau, Permanent Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum der Uni Potsdam

Und Research Fellow am Herzl Institute for the Study of Zionism and History der Uni Haifa. Er ist Autor von „Die Einsamkeit Israels“ und Herausgeber von „AfD und FPÖ“ sowie „Iran – Israel – Deutschland“. Zuletzt hat er die Einleitung zu Georges Bensoussans Buch „Die Juden der arabischen Welt“ geschrieben, das bei Hentrich & Hentrich erschienen ist.

 

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Saar 

 

 

 

Unser großer Dank gilt den Ausstellern in Saarbrücken:

  • Landeshauptstadt Saarbrücken

  • Deutsch-Israelische Gesellschaft

 

und den Kooperationspartnern beim Rahmenprogramm:

  • Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes e.V.

  • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - LV Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

  • Ehrlich Reisen und Event GmbH

  • Heinrich Böll Stiftung Saar

  • Kino 8 ½

  • Saarland-Sporttoto GmbH

  • Schalom Israel

  • Synagogengemeinde Saar

  • Union Stiftung